Die Stadt MOLDAVA NAD BODVOU liegt südwestlich von der Stadt Košice (Kaschau) und dank ihrer Bedeutung und geographischer Lage ist sie von jeher natürliches Zentrum der Region. Die Infrastruktur und Dienstleistungen der Stadt machen sie zum idealen Ausgangspunkt für verschiedene heimatkundliche und naturwissenschaftliche Ausflüge in die Umgebung.
Das Gebiet des Vereins der Städte und Gemeinden im Bodvatal
mit dem Zentrum Moldava liegt im südwestlichen Teil des Bezirks
Košice-Umgebung, das ein Teil der Verwaltungsregion Košice darstellt.
Angeschlossen zur Stadt Moldava ist die Gemeinde Budulov, die bereits 1313 erwähnt wurde.
GESCHICHTE
Die günstige Lage und geschickte Handwerker machten Moldava nad Bodvou in der Vergangenheit zum bedeutenden Handels- und Handwerkszentrum. Es waren Zünfte der
Schuhmacher, Schneider, Stiefelmacher, Metzger, Schlosser,
Pfefferkuchenbäcker, Hutmacher und Kürschner tätig. Den Namen "MOLDAVA
NAD BODVOU" bekam die Stadt offiziell im Jahr 1927. In der Vergangenheit
war die Stadt von zahlreichen Bränden, Überflutungen und
Seuchenepidemien geplagt. Im 15 Jahrhundert kam es wegen dem Kampf um
die ungarische Krone zu Unruhen. Bei der Schlacht bei Mohacs in 1526 fiel auch Štefan Rozgonyi, der Landherr von Moldava. 1629 wurden der Stadt von Ferdinand II. Privilegien erteilt.
Die ersten Nachkriegsjahre waren unter anderem auch durch Verschleppung
der Einwohner in russische Arbeitslager gekennzeichnet. Zum Aufschwung
der Stadt kam es erst nach dem Aufbau der Ostslowakischen Stahlwerke VSŽ,
am rechten Flussufer wurden viele Mietshäuser gebaut. Trotz ungünstiger
Finanzlage sind die neunziger Jahre vom Verschönern der Stadt, von
Reparaturen der Straßen und Rekonstruieren der historischen Altstadt
geprägt.
SEHENSWÜRDIGKEITEN
Römisch-katholische Kirche: Die im Stil der Gotik im
15. Jahrhundert während der Zeit von Matthias Corvinus errichtete
Kirche steht im historischen Stadtkern.
Reformkirche: Befindet sich im historischen Stadtkern,
wurde 1773 im klassizistischen Stil gebaut. Der Turm wurde 1789
dazugebaut und besitzt zwei Glocken. Die Kirche wurde mehrmals
rekonstruiert und ihre Pracht ist eine wunderschöne geschnitzte Kanzel.
Szojkova brána (Szojka-Tor): Die im Jahr 1996 enthüllte
Kopie des hölzernen Tors befindet sich an ursprünglicher Stelle im Park
bei der Reformkirche in der Hlavná ulica. Das Original steht im Hof
des ostslowakischen Museums Východoslovenské múzeum in Košice. Das Tor
ist eine traurige Erinnerung an den Stadtbrand von 1795.
Kapelle des Hl. Rochus: Die Kapelle wurde an einem Hang
im Nordteil der Stadt zu Ehren des Hl. Rochus und als Andenken an die
Opfer der Choleraepidemie von 1831 errichtet. Jährlich wird am Tag des
Hl. Rochus eine Vergebungsmesse für die Choleraopfer zelebriert.
Als Sehenswürdigkeiten der Stadt gelten auch Gedenktafeln bedeutender Stadtsöhne wie z.B. Szepsi Laczkó Máté und Szepsi Csombor Márton.
AUSFLUGSTIPP
Eine schöne Aussicht auf umliegende Gemeinden, Seen und Wälder bietet sich nach dem Aufstieg zur Burg Turniansky hrad. Ein unvergessliches Erlebnis ist der Besuch des Tals Zádielska dolina, des Klosters von Jasov und der Höhle Jasovská jaskyňa.
Quelle: TIC Rožňava