Nur in Slowakei

Einmalige Burgen, Höhlen, Thermalquellen, traditionelle Architektur, das europäische Tote Meer, berühmte Keltenstadt, europäische Wildnis und vieles mehr. Was sind die touristischen Besonderheiten der Slowakei, die Sie nirgendwo anders auf der Welt finden?

    Die Slowakei ist eine Burgenweltmacht

    Je kleiner das Land, desto größer die Zahl der Burgen. Weltweit finden Sie kein Land, das sich mit einer so großen Zahl an Burgen und Schlössern rühmen kann. Die erste schriftliche Überlieferung über die älteste Burg der Slowakei – Devín – stammt aus dem Jahr 868 n. Chr. Die in den UNESCO-Welterbestätten eingetragene Zipser Burg gehört mit ihrer Fläche zu den zehn größten Burgen der Welt. Die furchterregende Geschichte der blutrünstigen Gräfin Elisabeth Báthory von der Burg Čachtice kennt jeder. In der Slowakei finden Sie 220 Burgen und Burgruinen! Zu wenig? Dann zählen Sie noch 425 Kastelle hinzu.

      Das erste Gebiet mit traditioneller Architektur

      Machen Sie eine Zeitreise und finden Sie heraus, wie das typische Landleben in der Slowakei jahrhundertelang aussah. Das malerische Holzdorf Čičmany im Vorland des Gebirgszuges Strážovské vrchy ist das erste Gebiet mit traditioneller Architektur auf der Welt überhaupt! Wo kommt das Dorf Čičmany her? Wie haben unsere Vorfahren gelebt und gewohnt? Wie haben sie sich gekleidet? Wie sind die mit Malereien verzierten Holzhäuser entstanden, die an Lebkuchenhäuser erinnern? Hier erwarten Sie interessante Geschichten, die bis in die weite Vergangenheit zurückreichen – schließlich wird das Dorf  1272 n. Chr. zum ersten Mal erwähnt.

        Die Aragonit-Höhle von Ochtiná – eine von vier Höhlen ihrer Art auf der Welt

        Auf der Welt gibt es nur vier Aragonit-Höhlen, die touristisch erschlossen sind. Zwei davon befinden sich in Europa, eine von diesen in der Slowakei. Hier kann der Besucher dieses einmalige Naturphänomen in der Aragonit-Höhle von Ochtiná bestaunen. Diese Höhle unterscheidet sich von allen anderen Höhlen, denn der Besucher findet hier keine klassischen Stalagmite und Stalaktite, sondern seltsame ast- und buschartige Aragonit-Gebilde in milchiger Farbe. Das ist eine einmalige Laune der Natur, die Sie sonst nur noch in Tschechien, Mexiko und Argentinien finden!

          Größter Tropfstein

          Ja, die Slowakei ist auch eine Höhlenweltmacht. Bislang wurden 7000 Höhlen entdeckt, wobei in der Höhle Krásnohorská jaskyňa die größte Sintersäule der Welt (34 Meter) zu finden ist. Lange Jahre galt die Sintersäule als größter Tropfstein der Welt und war im Guinessbuch der Rekorde eingetragen!

            Eichenhain – wie aus einem Märchen

            Nur wenige wissen es, aber der Eichenhain in der Nähe der Ortschaft Dobrá Niva bei Zvolen hat nur wenig Konkurrenz und weckt das Interesse von Wissenschaftlern aus aller Welt. Auf einer Fläche von 120 Fußballspielplätzen wachsen hier 600 imposante, mehr als 400 Jahre alte Eichen. Ihre bizarren Formen sind märchenhaft! 

              Weltweit einmalige Felsbauten

              Einmal waren hier sogar Apachen zu Besuch und meinten, diese Bauten seien noch einmaliger als ihre Felssiedlungen. In diesen Felsbauten wohnen die Menschen eben das ganze Jahr über und nicht nur im Sommer! Wussten Sie, dass es in der Slowakei noch Menschen gibt, die in „Felshöhlen“ wohnen? In der Ortschaft Brhlovce befinden sich in den Fels geschlagene Häuser, die einmalig sind. Der Überlieferung nach sollten die ersten dieser Siedlungen bereits im 16. Jahrhundert zur Zeit der türkischen Kriege als Reaktion auf diese drohende Gefahr entstanden sein. Es fehlte Geld für den Bau eines Hauses und so haben sich die Menschen ihre Häuser in den Fels geschlagen. Dass es sich um einzigartige Bauwerke handelt beweist auch die Tatsache, dass das Aushöhlen eines Hauses in der Felswand acht Jahre gedauert hat – zwei dieser Häuser werden auch heute noch bewohnt! Ursprünglich gab es 14 Felshäuser, heute stehen noch acht.

                Mittelpunkt Europas

                Wenn man sagt, die Slowakei sei das Herz und der Mittelpunkt Europas, so ist das nicht aus der Luft gegriffen. An einem wunderschönen Ort in der Nähe von Kremnické Bane in der Mittelslowakei ragt neben der altertümlichen Johannes-der-Täufer-Kirche ein Stein empor – hier ist der geographische Mittelpunkt Europas.

                  Die einzige astronomische Aposteluhr der Welt mit echter Sonnenzeit

                  Die einzige slowakische Aposteluhr in Stará Bystrica in der Region Kysuce ist zugleich die einzige Aposteluhr der Welt, die die sog. echte Sonnenzeit anzeigt! Der Bau einer Aposteluhr und die Erklärung ihrer Funktion sind eine Wissenschaft für sich, aber vereinfacht lässt sich sagen, dass die Aposteluhr in Stará Bystrica als einzige der Welt die genaue Sonnenzeit anzeigt, weil sie speziell für den Ort eingestellt wurde, auf dem sie steht.

                    Geysir von Herľany – etwas ganz Besonderes

                    Seit mehr als 140 Jahren stößt der Geysir im Kurort Herľany aus den Tiefen sein Wasser aus. Während die Fontäne heute „nur“ noch eine Höhe von 20 Metern erreicht – und das alle 32–36 Stunden –, schoss das Wasser im Jahr 1874 ununterbrochen 10 Tage lang in eine Höhe von bis zu 112 Metern! Was macht diese Quelle zu einer Besonderheit? Während die meisten Geysire auf der Welt heißes Wasser ausstoßen, ist der Geysir von Herľany für seine niedrigen Wassertemperaturen von 14–18 °C berühmt. Zwischen 1957 bis 2006 war der Geysir sogar der einzige Kaltwassergeysir in Europa. Heute findet man ähnliche Geysire nur noch auf Island.  

                      Größter Altar der Welt

                      Er misst 18,6 Meter in der Länge und es dauerte 10 Jahre, bis er von Meister Paul aus Letschau geschnitzt wurde. Dieser größte gotische Altar der Welt wurde im 16. Jahrhundert aus Lindenholz geschnitzt und kann in der St.-Jakobskirche in Letschau bewundert werden.

                        Für immer und ewig geheimnisvoll – die Steinkugeln von Megoňky

                        Die größte Kugel hat einen Durchmesser von etwa 2,15 Metern und heißt Mary. Im Naturreservat Klokočovské skálie in der Region Kysuce finden Sie riesige Steinkugeln, die sich mit den weltberühmten Funden in Mexiko oder Costa Rica vergleichen lassen. Es handelt sich um den größten bekannten Steinkugel-Fundort in Europa. Diese seltsamen Gebilde hüten sorgfältig ihr Jahrmillionen altes Geheimnis. Es ist bislang niemandem gelungen, ihre Entstehung zufriedenstellend zu erklären. Was vermuten Sie?

                          Ein seit sieben Jahrhunderten lebendiges Unternehmen – die Münzstätte Kremnica

                          Seit 1328 werden hier Münzen geprägt. Die Münzstätte – in der auch die slowakischen Euromünzen hergestellt werden – ist das älteste Unternehmen der Welt, das heute noch in Betrieb ist. Die Münzstätte Kremnica ist überregional bedeutend im Bereich Numismatik, Kunstgeschichte und Technik. Die größte Produktion der Münzstätte Kremnica war während der Herrschaft von Maria Theresia.

                            Totes Meer im Herzen Europas – Wunderwasser in Podhájska

                            Wussten Sie, dass das Wasser aus den Thermalquellen in Podhájska eine noch bessere Wirkung hat als das Wasser aus dem weltberühmten Toten Meer in Israel, das weit und breit besungen wird? Das Wasser in Podhájska ist in ganz Europa einmalig in seiner Art und wegen seiner Zusammensetzung sogar einmalig in der Welt!

                              Die Tatra-Gämse

                              Es gibt nur noch Tausend Stück. Die Tatra-Gams ist eine ganz besondere Gämsenart, die sich nach dem Ende der Eiszeit Tausende Jahre lang vollkommen isoliert entwickelte und sich von ihren Verwandten in den Alpen oder Apenninen unterscheidet. Diese endemische Art finden Sie nirgendwo sonst auf der Welt, nur in der Hohen Tatra!

                                Wertvoller als Gold – die ältesten und größten Opalminen der Welt

                                Nur wenige wissen, dass es im Höhenzug Slanské vrchy Minen für Edelopal gibt. Sie sind eine Besonderheit in der Welt, da Edelopal nirgendwo sonst auf der Welt bergmännisch in solchem Umfang gewonnen wurde. Auch das größte Edelopalstück stammt aus den slowakischen Opalminen. Das Stück wurde vor 236 Jahren gefunden und wog 607 Gramm. Wegen seiner einmaligen Farbe bekam es den Namen Harlekin und wird heute im Naturhistorischen Museum in Wien aufbewahrt. Sein Preis wird auf eine halbe Million Dollar geschätzt. Edelopale aus der Slowakei haben auch Napoleons Familie geschmückt. Den berühmtesten Opal – das „Trojanische Feuer“ – trug Kaiserin Josephine. Die Opalgewinnung wurde vor 150 Jahren eingestellt und lässt sich nur mit einem Ort auf der Welt vergleichen, wo Edelopal heute noch abgebaut wird – Australien.

                                  Weihnachtskrippe in Rajecká Lesná

                                  Mehr als 15 Jahre arbeitete der Schnitzmeister Jozef Pekara an der heutigen Gestalt der Weihnachtskrippe in Rajecká Lesná, hinter der sich eine einmalige Besonderheit verbirgt: Es handelt sich um die größte bewegliche Weihnachtskrippe aus Holz in Europa. Sie finden darin ungefähr 300 Figuren, von denen sich die Hälfte bewegt. Das Werk ist 8,5 m lang, 2,5 m breit und 3 m hoch. Die wunderschöne Szene zeigt nicht nur die Geburt Christi, sondern auch die Geschichte des slowakischen Volkes. Lange galt sie als größte Weihnachtskrippe der Welt.

                                    Banská Štiavnica – eine Besonderheit, die Weltaufmerksamkeit verdient

                                    Eine wunderschöne Kleinstadt in vollkommenem Einklang mit der Natur. Hier finden Sie historische Sehenswürdigkeiten, den Kalvarienberg, dutzende malerische Ecken sowie die mit Banská Štiavnica unzertrennlich verbundenen Teiche, also künstlich angelegte Wasserbecken, über die das Wasser zu den Bergbauanlagen gelangte. Banská Štiavnica gehörte zu den wichtigsten Städten des mittelalterlichen Ungarns und verdient aus kultureller, historischer und architektonischer Sicht besondere Beachtung in der Welt.

                                      Über 1600 Mineralquellen

                                      Sie finden kein Land auf der Welt, das im Verhältnis zu seiner Fläche so viele Mineralquellen hat wie die Slowakei. Offiziell sind 1657 Quellen registriert, man nimmt aber an, dass es viel mehr sind. Das Mineralwasser in Smrdáky zählt wegen seines Schwefelwasserstoffgehalts zu etwas ganz Besonderem. Die größte Anzahl an Quellen finden Sie in der Ortschaft Bešeňová. Hier entspringen 33 Thermalquellen, die eine Temperatur von bis zu 61 °C erreichen!

                                        Vlčie hory – Wildnis und verlorenes Paradies

                                        Man sagt, dass es die europäische Wildnis schon seit Jahrhunderten nicht mehr gibt. In der Slowakei finden Sie sie aber noch! Wie sah wohl die Wildnis aus, als der Mensch hier noch nicht Herrscher war? Im Nationalpark Poloniny an der Grenze zu Polen und der Ukraine befindet sich eine intakte wilde Waldlandschaft mit dem Namen Vlčie hory (Wolfsberge), in der Bäume stehen, die älter als Tausend Jahre sind. Das ist ein Beweis dafür, dass auch die europäische Wildnis genauso faszinierend sein kann wie die afrikanische. In einer Gegend, in der weit und breit kein Mensch zu finden ist, leben hier in der wunderschönen Natur bedrohte Tierarten wie Luchs, Bär, Biber, Wildpferd und der riesige Wisent.

                                          Carnuntum – die sagenhafte Stadt des keltischen Königreichs

                                          Eine Stadt auf dem Felsen, also jenes Carnuntum, das von den Archäologen seit einigen Jahrzehnten in ganz Europa gesucht wurde. Jenes Carnuntum – die sagenhafte Stadt des keltischen Königreichs Norikum, das von den Römern bereits 100 v. Chr. erwähnt wurde, also in einer Zeit, in der es statt Paris und London nur Sümpfe gab – jenes Carnuntum entdeckten die Archäologen vor kurzer Zeit auf der Bratislavaer Burg. Diese Sehenswürdigkeiten sind sogar um 200 Jahre älter als das Kolosseum in Rom!