Burg Čachtice

Lokalisation: Trenčiansky kraj, okres Nové Mesto nad Váhom, Višňové

GPS: N48°43'27'' E17°45'41''

Über der Gemeinde Čachtice in der westlichen Slowakei ragt die Ruine der „geheimnisvollen Burg in den Karpaten“ auf – die bekannte Burg Čachtice und ehemaliger Sitz der blutigen Gräfin Elisabeth Báthory.

Die Burg gehörte zum System der königlichen Grenzburgen, die die Westgrenze von Großungarn schützten. Sie entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und wurde im 15. Jahrhundert erweitert.

Traurig berühmt machte die Burg Elisabeth Báthory, die hier um die Wende des 16. und 17. Jahrhunderts lebte. Wegen ihrer sadistischen Neigungen nannte man sie die „blutige Gräfin“. Angeblich ließ sie bis zu 600 junge Mädchen ermorden, um in ihrem Blut zu baden und so für immer jung und schön zu bleiben. Um das Blut zu gewinnen benutzte sie eine eiserne Jungfrau, die in der Brust lange eingebaute Messer hatte. Wenn sich die Mädchen an sie drückten, traten die Messer aus der Brust hervor und das Blut floss in das vorbereitete Bad.

Auf den allgemeinen Druck hin wurde die Gräfin im Jahr 1611 in Bytča durch den Palatin Thurzo zu lebenslangem Gefängnis verurteilt. Die Geschichte der „blutigen Gräfin“, die im Jahr 1614 starb, diente mehrmals als Grundlage für Romane und Theaterstücke.

Während der Ständerebellionen wurde die Burg Čachtice im Jahr 1708 durch die Armeen von Franz Rákóczi niedergebrannt. Seit dieser Zeit verfiel sie und ist heute eine malerische Ruine, von der man eine wunderbare Aussicht hat.

In der Vorburggemeinde Čachtice steht das Schloss Draškovič im Stil der Spätrenaissance aus dem 17. Jahrhundert  mit einem Heimatkundemuseum.

Zugang: mit dem Auto bis an den Wegweiser am Fuß der Burg, zu Fuß aus Čachtice (Bushaltestelle) auf der gelben Wandermarkierung etwa 45 Minuten, zu Fuß aus der Gemeinde Višňové (Bahnhof) auf der grünen Wandermarkierung, steiler Aufstieg etwa 45 min.

Quelle: Dajama

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